Herzlich willkommen beim

Verband der Rechtspfleger

der Berufsvertretung für Rechtspflegerinnen und Rechtspfleger


Wir sind der Verband, der die berufspolitischen, rechtspolitischen, gesellschaftspolitischen und sozialen Belange der Rechtspflegerinnen und Rechtspfleger sowie der Studierenden an der Fachhochschule (z. B. Norddeutsche Hochschule für Rechtspflege) u.a. durch Förderung von Wissenschaft, Forschung, Bildung und Rechtsfortbildung vertritt und fördert. Wir beteiligen uns an der Entwicklung des Rechts sowie der Gestaltung der Rechtspflege und fördern die Aus- und Fortbildung der Rechtspflegerinnen und Rechtspfleger. Auf den folgenden Seiten haben wir für Sie alle Informationen zusammengestellt, die Ihnen einen kleinen Einblick in unseren Berufsverband und unsere Arbeit geben sollen.

Mehr Informationen finden Sie auch in unserem regelmäßig erscheinenden Mitteilungsblatt "Rechtspfleger-Information".

Termine des Vorstands

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Rechtspflegertag 2018

Ergebnisse und Berichte

Und was macht ein Rechtspfleger? - Das sehen Sie in diesem Film.

In Erinnerung

Zum 70. Geburtstag von

Joachim Trauernicht

Am Samstag, dem 21. September 2019 wäre unser langjähriges und hochverdientes Vorstandsmitglied Joachim Trauernicht 70 Jahre alt geworden.

Leider konnte er diesen Tag nicht mehr erleben, da er am 3. August 2019 nach kurzer schwerer Krankheit verstorben ist.

Er trat am 1. April 1965 in den Justizdienst ein und wurde am 30. September 2014 in den Ruhestand verabschiedet. Auch im Ruhestand engagierte er sich bis 2018 weiter im Vorstand unseres Verbandes.

Unser Kollege Joachim Trauernicht wurde auf dem Rechtspflegertag 1994 in Emden zum Schatzmeister gewählt. Dieses Amt hatte er über 24 Jahre inne.

Er hatte die Kasse unseres Verbandes zu einer Zeit übernommen, als es um deren Bestand längst nicht so gut bestellt war wie heute. Unser Verband musste damals noch einen hohen Betrag an Beitragsanteilen an den Deutschen Beamtenbund und den Bund Deutscher Rechtspfleger abführen.

Joachim Trauernicht war Ostfriese. Ostfriesen sind ein besonderer Menschenschlag im positiven Sinne. Meist machen sie nicht viele Worte, wenn sie etwas sagen, hat es Hand und Fuß und wenn es ihnen reicht, sagen sie es auch. Alles traf auch auf Joachim Trauernicht zu und darin zeigte sich seine Stärke, im Verband die Dinge voranzubringen.

So verwundert es nicht, dass der Antrag auf Austritt aus dem DBB damals 1994 von der Abteilung Ostfriesland unter dem damaligen Vorsitz des Kollegen Trauernicht initiiert wurde.

Seine Beharrlichkeit zeigt sich aber auch in dem Respekt, den ihm alle Kassenwarte der Abteilungen zeugten, denn er war bekannt für seine „freundlichen“ Aufforderungen wenn es um das Abführen der Beitragsanteile an den Gesamtverband ging.

Joachim Trauernicht hat nicht nur 24 Jahre erfolgreich die Kassengeschäfte geleitet, er war viele Jahre Vorsitzender der Abteilung Ostfriesland, die ihm ihren Namen verdankt, und war vor über 30 Jahren zusammen mit unserem Ehrenvorsitzenden Ernst Tannen Gründungsmitglied der Arbeitsgemeinschaft der Justizfachverbände in Niedersachsen.

Er hat umgehend nach der Grenzöffnung tatkräftige Aufbauhilfe in Sachsen-Anhalt geleistet und dort die Freiwillige Gerichtsbarkeit maßgeblich gestaltet und wiederaufgebaut. Im Jahre 2010 hatte er sich entschlossen, seine Erlebnisse mit dem "Grundbuch-Bus" festzuhalten und auf der Homepage des Verbandes der Rechtspfleger veröffentlich. Diese können hier nachgelesen werden.

Als Vorstandsmitglied hat Joachim Trauernicht in einer sehr spannenden Zeit Verbandspolitik betrieben: in diese Zeit fielen die maßgeblichen Änderungen des Rechtspflegergesetzes, erst des allgemeinen Teils, dann des besonderen Teils, nämlich die Vollübertragungen, die er auf Bundes- wie auf Landesebene mit vorangetrieben hatte. In diese Zeit fiel auch unser Ausschluss aus dem BDR.

Aber: Die sachliche Unabhängigkeit des Rechtspflegers ging ihm über alles. Er hat sie täglich gelebt, egal ob er in Rechtssachen tätig war oder als Geschäftsleiter beim Amtsgericht Aurich. Vertrauensarbeitszeit und ein echtes Rechtspflegerpräsidium gab es in Aurich, das er mit dem dortigen Amtsgerichtsdirektor ausgehandelt hatte.

Wegen seiner vielfältigen Verdienste für unseren Berufsstand und unseren Verband hat ihn der Rechtspflegertag 2018 in Oldenburg zum Ehrenmitglied ernannt.

Lieber Joachim, Dein Tod hat uns sehr getroffen; wir vermissen Dich sehr und werden Dir ein ehrendes Andenken bewahren.

 

 

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